Ab der Spielzeit 2027/28 kommt auf den Preis ein Anteil für die Unterkunft dazu!

 

„Eine Frau flieht vor einer Nachricht“

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von David Grossman

- eine Koproduktion mit dem Theater dasvinzenz, München -

 

es spielen: Michael A. Grimm, Maria Helgath, Robert Spitz, Younes Tissinte

 

Regie: Konstantin Moreth 

Bühnenfassung: Patricia Eckstein

Ausstattung, technische Einrichtung: Michael Bischoff

Übersetzung aus dem Hebräischen: Anne Birkenhauer

Bühnenrechte: Liepman AG, Zürich

PRESSE:

,,Eine Frau flieht vor einer Nachricht" fesselt die Besucher im Landsberger Stadttheater.

„Es ist ein gelungener Premierenabend im Landsberger Stadttheater: die Moreth Company bringt zu ihrem zehnjährigen Bestehen ein ganz besonderes Stück auf die Bühne: „Eine Frau flieht vor einer Nachricht", basierend auf dem gleichnamigen Roman von dem mehrfach ausgezeichneten israelischen Autor und Friedensaktivisten David Grossman. In Kooperation mit dem Münchner Theater DasVinzenz ist es dem Regisseur Konstantin Moreth durch starke visuelle und musikalische Bilder sowie großartigen Schauspielern gelungen, das Stück tiefsinnig und mehrschichtig zu inszenieren..

Das Stück überzeugt mit seiner Mehrdimensionalität. Rahmen der Handlung bildet die Geschichte des Staates Israels und seiner Menschen- Krieg, Gewalt, Ungewissheit, Angst. Doch eigentlich, auf der zweiten Ebene, entspinnt sich die Handlung des Stücks. Und dort geht es um das Innenleben der Protagonisten und deren Beziehungen zueinander: Leidenschaft und Schuldgefühle, Verzweiflung und Heilung. 

Michael Bischoff löst das genial mit einem Bühnenbild, das in der Mitte auf einem großen weißen Quadrat die Protagonisten ihre ganz persönliche Geschichte verhandeln lässt, während die große Weltgeschichte außen herum, den Rahmen durch Projektionen, Musikinstrumente und Einblendungen abbildet. 

Immer wieder wechseln die Schauspieler zwischen diesen Ebenen und ihren Rollen, so dass manchmal die Ebenen verschwimmen und die Schicksale der Einzelnen, Metaphern für das Leid der Vielen in einer unmenschlichen Welt werden. 

Und so kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Schicksale

auch durch den Rahmen der Handlung fest verwoben sind. So fest, dass es kaum denkbar scheint, einen Ausweg für den Einzelnen zu finden aus dem Labyrinth des jeweils eigenen Traumas hin zu Versöhnung und dem Mut, sich und den anderen wieder zu trauen und vielleicht sogar ein wenig glücklich zu sein. ..

Und genau dieses Bild vom scheinbar ausweglosen Labyrinth macht Moreth zum roten Faden seiner Inszenierung. Musikalisch eingefangen im „The Labyrinth Song" des israelischen Künstlers Asaf Avidan. Aber vor allem auch durch dieses rote Seil, das vielfältig eingebunden wird. .. ein Ariadnefaden. Ein Weg aus dem Labyrinth, den Ora mit ihrer Zuneigung für die Verzweifelten gespannt hält, um sie zurück zur Hoffnung zu führen.

Ein absolut sehenswertes Stück, großer Applaus vom Landsberger Publikum.“

Augsburger Allgemeine 

Fotos von Saskia Pavek