DER KRAWATTENKLUB    

von Fabrice Roger-Lacan

 

Deutsch von Wolfgang Kirchner

 Aufführungsrechte bei Theaterverlag Desch GmbH, Berlin.

 

 

Bernard - Konstantin Moreth

 

Adrien - Sebastian Feicht

 

 

Ausstattung: Luna Müller

 Konzeption: Konstantin Moreth

 Spielleitung: Robert Spitz

 

 

 

Bernard und Adrien, Partner eines erfolgreichen Architekturbüros, sind seit zehn Jahren Freunde – bis zum Abend von Bernards 40. Geburtstag, als dieser erfährt, dass Adrien nicht zu seiner Geburtstagsfeier kommt. Adrien verheimlichte seinem Kompagnon, dass er Mitglied eines Clubs ist, der allmonatlich am ersten Donnerstag zum Treffen lädt. Ein Club ohne Formalitäten, ohne festgeschriebene Statuten – außer: Wer ein einziges Mal nicht zum monatlichen Essen erscheint, fliegt raus. Brüskiert von diesem Vertrauensbruch und eifersüchtig auf die vermeintliche Exklusivität, die Adrien ihm vorenthält, bricht Bernard einen Streit vom Zaun, der nicht nur die Männerfreundschaft auf eine harte Probe stellt, sondern sein komplettes wohlsituiertes Lebensgefüge erschüttert…

 

Die französische Literaturszene bringt immer wieder große Meister darin hervor, menschliche Beziehungen zu sezieren und auf zugleich humorvolle wie dramatische Weise in ihre Einzelteile zu zerlegen. Fabrice Roger-Lacan ist einer von ihnen und sein Debüt-Stück, das auch für den französischen Theaterpreis „Prix Molière“ nominiert war, beweist dies eindrucksvoll. In bissigen, pointierten Dialogen liefern sich die Protagonisten ein bös-heiteres Duell, in dem es um die großen grundsätzlichen Themen geht: Freundschaft, Loyalität, Vertrauen, Liebe.

 

Dies ist die fünfte Produktion der Moreth Company und zugleich der erste Gegenwartsstoff, den sie auf die Bühne bringt. Zu sehen ist Company-Leiter Konstantin Moreth selbst als neurotischer, hypersensibler Bernard und Sebastian Feicht als sein bodenständiger Kumpel Adrien.

 

 

Preis: 3.200 Euro (zzgl. GEMA, Tantiemen, AVA, PTA)

Premiere: 05.10.2018 im Stadttheater Landsberg

Tourneezeitraum: Auf Anfrage 

Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch

 

PRESSE:

„..Bernard, von Konstantin Moreth wunderbar verkörpert als neurotisches Sensibelchen, das Lügen verabscheut und Werte wie Freundschaft und Familie hochhält, fühlt sich hintergangen und ausgegrenzt – und hat seine ganz eigene Art, damit nicht fertig zu werden. Sebastian Feicht, in sich ruhender und duldsamer Gegenpol zum mal lamentierenden, mal taktierenden Moreth, muss sich als Adrien einiges an Beschimpfungen gefallen lassen. In ihrem kühl designten Büro kommt es zwischen den beiden Männern zum hitzigen Wortgefecht....In Wellen abwechselnder Eskalation und Deeskalation schraubt sich das Geschehen seinem ebenso dramatischen wie zwar befremdlichen, jedoch psychologisch überzeugenden Ende entgegen. 

Aus der Mücke für die Zuschauer gut nachvollziehbar den sprichwörtlichen Elefanten gemacht haben Konstantin Moreth und Sebastian Feicht mit dem immer weiter ins Groteske driftenden Agieren ihrer fein gezeichneten, so unterschiedlichen Charaktere...eine spritzig-moderne französische Variante amerikanischer Screwball-Komödien..“

Augsburger Allgemeine

 

Fotos von Saskia Pavek